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Neuer Rettungsdienstbereichsplan erhöht Grundschutz in ganz Ostthüringen

Altenburg. Während eines Pressetermins am heutigen Mittwoch hat Landrätin Michaele Sojka in ihrer Funktion als Vorsitzende des Rettungsdienstzweckverbandes Ostthüringen den neuen Rettungsdienstbereichsplan unterzeichnet. Dieser soll ab dem 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten. „Zunächst brauchen wir noch die Genehmigung des Landesverwaltungsamtes“, erklärt Geschäftsleiter Stephan Büttner das Verfahren. „Der Plan sieht zwei neue Standorte im Altenburger Land vor“, so Sojka. Diese entstehen im Nobitzer Ortsteil Klausa und am Mehnaer Kreuz in Göllnitz. „Gespräche mit den Bürgermeistern für anzumietende Immobilien laufen gerade“, fährt Sojka fort und ergänzt mit Blick auf Ostthüringen: „Auch in Gera und Berga/Elster entsteht jeweils ein neuer Standort.“


Die Station in Göllnitz entsteht komplett neu, ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt. Für den Standort in Klausa wird ein Rettungswagen samt Crew aus Altenburg, der bisher 12 Stunden an 365 Tagen in Bereitschaft war auf 24 Stunden erhöht und wechselt seinen Standort. Der neue Standort in Gera ist ebenfalls 365/24 besetzt, der in Berga/Elster 365/12. „Von Klausa aus können wir das Wieratal schneller erreichen und sind auch zügig in Altenburg“, erklärt Sebastian Hörle, Rettungsdienstmanager beim Zweckverband, der monatelang Statistiken über Einsätze der vergangenen Jahre analysiert hat. Im Ergebnis stellte er fest, dass es zu viel mehr Einsätzen von Rettungstransportwagen (RTW), Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF) und Krankentransportwagen (KTW) kam als noch im Jahr 2014, in welchem der momentan noch gültige Rettungsdienstbereichsplan erarbeitet wurde. „Ärztemangel im ländlichen Raum und zunehmende Bagatelleinsätze sind für die steigenden Zahlen wichtige Gründe“, weiß Hörle.
 
Durch die zwei neuen Standorte im 24-Stunden-Dienst im Altenburger Land entstehen insgesamt 15 neue Arbeitsplätze. Im gesamten Zweckverbandsgebiet sind es 34. „Die Einstellungen nehmen die sogenannten Durchführenden vor. Das sind die Partner [bspw. DRK, Johanniter-Unfall-Hilfe Anm. d. Red.], die in unserem Auftrag die Notfallrettung durchführen“, kündigt Büttner an und ergänzt: „Zum 1. Januar des kommenden Jahres wollen wir in den neuen Strukturen arbeiten.“
 
„Die Anpassungen erhöhen den Grundschutz der Bevölkerung deutlich“, kommentiert Sojka den neuen Rettungsdienstbereichsplan abschließend.