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Liebe Bürgerinnen und Bürger im Altenburger Land,

am 15. April werden Sie wieder darüber entscheiden, wer die größte Verwaltung unseres Landkreises in den kommenden sechs Jahren leiten und den Landkreis nach außen repräsentieren wird. Ich trete erneut an und sage Ihnen: Ich möchte auch in den nächsten sechs Jahren Ihre Landrätin sein!

Warum?

  • Weil wir ein familienfreundlicher Landkreis sind – mit vielen klugen Ideen und engagierten Menschen, die an deren Umsetzung arbeiten.
  • Weil deshalb auch junge Leute gern im Altenburger Land bleiben und nicht weiter abwandern.
  • Weil es immer weniger Arbeitlose gibt und die Unternehmen positiv in die Zukunft blicken.
  • Weil sich unsere Region durch eine sich stetig weiterentwickelnde Kultur- und Bildungslandschaft auszeichnet.
  • Weil der Brand- und Katastrophenschutz hier eine hohe Priorität genießt.
  • Weil wir mit dem S-Bahn-Anschluss eine bessere Ausgangsposition haben als andernorts in Thüringen.
  • Weil unzählige ehrenamtlich tätige Menschen unseren Landkreis täglich auf vorbildhafte Weise ein Stück lebenswerter machen.

 

Es ist meinen Mitarbeitern und mir in den letzten sechs Jahren gelungen, für die Menschen, die 38 Kommunen und unzähligen Vereine ein guter Dienstleister zu sein. Mein herzlicher Dank gilt allen, die uns dabei geholfen haben.

Die Zusammenarbeit mit den vier Fraktionen im Kreistag und seinen Ausschüssen war insgesamt kritisch und streitbar, in der Regel aber immer wieder konstruktiv und von Kompromissbereitschaft geprägt.

Unser Landkreis besitzt finanzielle Handlungsfähigkeit und es konnten 7,4 Millionen Schulden abgebaut werden. Neue Schulden wurden während meiner Amtszeit nicht aufgenommen.

 

Mit Freude blicke ich auf das, was in den vergangenen Jahren neu in unserem Landkreis entstanden ist, so unter anderem

  • die Schulturnhalle in Langenleuba-Niederhain, die auch von Vereinen im Ort genutzt wird,
  • die Kreisstraßenmeisterei,
  • das Medicum am starken kommunalen Klinikum,
  • der Erweiterungsbau des kommunalen Seniorenheimes in Meuselwitz,
  • der Erweiterungsbau des Gymnasiums in Schmölln, wohin der Umzug noch in diesem Jahr stattfinden wird.

Darüber hinaus wurden in vielen Schulen unseres Landkreises Investitionen getätigt, Reparaturen durchgeführt und Spielplätze erneuert.

 

Nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2013, das auch im Altenburger Land gewaltige Schäden hinterließ, konnten insbesondere Brückenbauwerke und Kreisstraßen durch Fördermittel zum Wiederaufbau erneuert werden.

 

Auch die Zuteilung von insbesondere Flüchtlingsfamilien mit mehr als 400 Kindern und Jugendlichen in den beiden Jahren 2015/16 stellte für uns als Landkreisverwaltung eine unvorhergesehene Herausforderung dar. Letztlich gelang es uns, diese Menschen vorwiegend in leerstehenden Wohnungen unterzubringen – und nicht, wie bundesweit mehrfach der traurige Fall, in Turnhallen oder Zeltstädten. Das ist nicht zuletzt dem Engagement der bis heute über das Normale hinaus arbeitenden ehrenamtlichen Strukturen zu verdanken.

 

Mit unserer Teilnahme an dem Landesprogramm für Langzeitarbeitslose „Mehr wert sein - Mehrwert schaffen“ konnten wir nachweisen, dass es besser ist, Arbeit zu finanzieren statt Arbeitslosigkeit – weil Menschen gebraucht werden wollen.

 

Jetzt ist es an der Zeit, die Dinge zu verwirklichen, welche für die nächsten Jahre vorbereitet und finanziell untersetzt sind.

  • Die Grundschule in Nobitz wird grundhaft umgestaltet werden, ermöglicht durch die von uns eingeworbene wichtige Förderung seitens des Freistaates Thüringen.
  • Für alle Schulen wird in Zukunft nicht nur eine moderne Ausstattung, sondern auch ein 100 Mbit/s-Breitbandanschluss gewährleistet, wie bereits in unserer Medienschule in Meuselwitz.
  • Insbesondere mit dem schnellen Breitbandausbau wird im Sommer auch im ländlichen Raum begonnen. Dafür haben wir als Landkreis nachdrücklich gekämpft.
  • Die Schulsozialarbeit ist mit der neuen Schulnetzplanung selbstverständlich an allen Schulen und unbefristet fortzuführen.
  • Der neue Jugendförderplan unterstützt dabei durch professionelle Teams in vier Aktionsräumen flächendeckend die Arbeit, ohne die Kommunen zusätzlich finanziell zu belasten. Die Drogenprävention wird weiter verstärkt.
  • Mit der Bewerbung für das Bundesprogramm „Bildung integriert“ knüpfen wir an die Erfahrungen aus bisherigen Projekten wie nelecom bzw. InBAL an, zur besseren Vernetzung der Bildungsakteure im Landkreis.
  • Wir beteiligen uns bereits in diesem Jahr als Modellkommune am Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“, um dabei Erfahrungen zu sammeln und weiterzugeben.
  • Ein Jugendberufsservice „LeveL3“ unterstützt Jugendliche ab Mai als zentrale Informations- und Servicestelle auf der Suche nach Ausbildung und Arbeit.
  • Alle Schüler unseres Landkreises sollen ab dem Schuljahr 2019/2020 eine Schülerregionalfahrkarte vom Landkreis erhalten, um diese auch in ihrer Ferien- und Freizeit nutzen zu können.
  • Zudem steht die gründliche Auswertung von „Schmölln macht mobil“ bevor. Begleitend zum neuen Aufsichtsrat der ThüSac wünsche ich mir einen kritischen und engagierten Fahrgastbeirat.
  • Der Sozialpass des Landkreises wird ab sofort antragslos ausgereicht, um noch mehr Menschen kulturelle Teilhabe zu sichern.

 

Überdies haben wir durchgefochten, dass die kulturellen und baulichen Schätze des Landkreises – das Altenburger Theater, das Lindenau-Museum und die Burg Posterstein – in ihrer baulichen Hülle bzw. Bühnentechnik saniert, umgestaltet und ergänzt werden können. Dafür stellt der Freistaat Thüringen in den nächsten Jahren mehr als 20 Millionen Euro zur Verfügung. Auf diese Weise lassen wir unseren Landkreis mit der Kreisstadt Altenburg als vierten kulturtouristischen Leuchtturm im Freistaat erstrahlen.

 

Das Rückgrat unseres Landkreises in Mitteldeutschland wird durch eine starke Wirtschaft und unsere moderne Landwirtschaft gebildet. Dazu gehören auch unsere Landkreisgesellschaften wie das Klinikum, die ThüSac und der Flugplatz der FAN, letzterer dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nobitz und der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) wieder auf Erfolgskurs. Die begonnene Vernetzung innerhalb der Metropolregion eröffnet uns weitere Chancen.

Der neu gegründete Wirtschaftsverein WAMM bewirbt sich derzeit um zielgerichtete finanzielle Mittel für Regionen fernab der Innovationszentren. Dabei hat er meine volle Unterstützung, ebenso als Träger der größten „Jugend forscht“ – Messe in Ostthüringen.

 

Stärkere Bürgerfreundlichkeit gemeinsam mit den Kommunen zu verwirklichen, wird auch zukünftig ein primäres Ziel sein – so wie es derzeit bereits in Schmölln zu erleben ist.

Neben den gewählten Mitgliedern des Kreistages sehe ich Beiräte als sehr wichtige Mitbestimmungselemente der Zivilgesellschaft, damit unsere Demokratie lebendig bleibt. So hoffe ich, dass es neben Gesundheitsbeirat, Sportbeirat, Seniorenbeirat und Elternbeirat zukünftig auch einen engagierten Fahrgastbeirat im Landkreis geben wird.

 

In den vergangenen sechs Jahren sind wir gemeinsam ein gutes Stück vorangekommen. Lassen Sie uns den Landkreis auch in den kommenden Jahren zusammen gestalten – weltoffen, vielfältig und den Menschen im Altenburger Land verpflichtet!

 

Herzlichst

Ihre Michaele Sojka